Nachdem wir in einem  anderen Artikel beschrieben haben, was es mit der Beitragsschätzung auf sich hat, widmen wir uns hier einer weiteren Frage:
Wieso weicht die Höhe der Sozialversicherungsbeiträge auf dem Beitragsnachweis von den Werten aus der Abrechnung ab?

In der Regel kommt es nur zu Abweichungen, wenn sich die Löhne & Gehälter zwischen dem Zeitpunkt der automatischen Beitragsschätzung und dem Monatswechsel unterscheiden.

Weichen die geschätzten Arbeitsstunden von den tatsächlichen Stunden ab, kommt es zu Differenzen. lexoffice erkennt die Abweichung beim Monatswechsel, denn dort wird die Ermittlung der SV-Beiträge auf Basis der tatsächlich abgerechneten Entgelte wiederholt. 

Falls sich bei der Verrechnung der geschätzten Beiträge mit den tatsächlichen Beiträgen eine Differenz ergibt, überträgt lexoffice diese in den Folgemonat. Dieser Saldo in der nächsten Beitragsschätzung automatisch berücksichtigt und verrechnet. So ist sichergestellt, dass Sie niemals zu hohe oder zu niedrige Beiträge entrichten.

Sie können die Überträge in den Dokumenten im Bericht "Restbeitragsschuld zum Beitragsnachweis" nachvollziehen. Der Bericht steht nach dem Monatswechsel zur Verfügung.

Was benutzt lexoffice für die Berechnung? 

Wir nutzen die Vereinfachungsregelung. Bei dieser Regelung ist es gestattet, den Beitrag aus dem vorherigen Monat zu ermitteln und zu bezahlen. Sollte sich bei der Abrechnung eine Differenz/Abweichung ergeben, wird diese mit dem Monatswechsel abgeglichen.

Wichtig: Diese Regel wird nicht auf Einmalzahlungen, Weihnachts- oder Urlaubsgeld angewandt.

Beispiel:

Beitrag für Januar  3000,00€
Angabe im Beitragsnachweis Februar 3000,00€
tatsächlicher Beitrag für Februar 3500,00€

Der Differenzbetrag von 500,00€ wird im folge Beitragsnachweis März berücksichtigt.

    

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