< Aktuell > 

"Monatlicher Pauschbetrag für Lebenshaltungskosten gefordert"

Die Länder schlagen vor, dass alle Selbstständigen die „ihre Dienstleistung außer Haus und beim Kunden erbringen“ einen monatlichen Pauschalbetrag von 1.000 Euro für Lebenshaltungskosten, Miete und Krankenversicherung erhalten sollen. Voraussetzung sind krisenbedingte Umsatzeinbrüche von mindestens 50 Prozent haben. Dieser Betrag wäre dann zusätzlich zu den Betriebskosten bei der Zuschussermittlung zu berücksichtigen.

Baden-Württemberg erkennt im Rahmen der Soforthilfe bereits eine Pauschale für Lebenshaltungskosten, Miete und Krankenversicherung in Höhe von 1.180 Euro pro Monat an, trägt dabei das Kostenrisiko aber alleine.

Sobald es eine rechtskräftige Entscheidung gibt, werden wir Sie hier und im Antragsgenerator darüber informieren.

 "go-digital": Finanzielle Unterstützung für die Einrichtung von Homeoffice-Arbeitsplätzen. Ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft.
Weitere Informationen [Haufe] | [BMWi]



"kostenlose Beratungsleistung": Bis zu 4.000 € ohne Eigenanteil für Beratungskosten von KMU und Freiberufler werden in der Corona-Krise vom Bundesministerium für Wirtschaft gefördert. [BMWi]

Verwenden Sie den Antragsgenerator von lexoffice für:

  • Soforthilfe-Zuschüsse finden
  • Herabsetzung der Vorauszahlungen von USt, ESt, GewSt beantragen 
  • Fällige Steuerzahlungen stunden
  • KfW-Notfall-Kredite finden

Was gibt es aktuell für Zuschüsse?

Seit dem 1. April ist der kombinierte Soforthilfe-Zuschuss von Bund und Land verfügbar. Dieser ist in die bisherigen Landesprogramme integriert worden. Er ist also nicht separat zu beantragen. 

Wenn Sie bereits einen Zuschuss erhalten haben, können Sie hier nachlesen wie Sie die Soforthilfen in lexoffice erfassen können.

Warum gibt es Programme für Soforthilfen des Bundes und der Länder?

Wie sich die Soforthilfe-Zuschüsse entwickelt haben.

Phase 1: Landesregelungen
Am Anfang der Krise wollten viele Bundesländer schnelle Hilfe leisten und haben entsprechende Hilfsprogramme ins Leben gerufen. Teilweise wurden auch schon Zuschüsse ausbezahlt. Das war nett gemeint, aber insgesamt undurchschaubar.

Phase 2: Synchronisation
Auf den bisherigen Landesprogrammen baut das mit frischem Geld angereicherte Bundesprogramm zur Soforthilfe-Zuschuss-Vergabe auf. Es ist mit Stichtag 1. April 2020 gestartet. Die Umsetzung dafür liegt in der Hand der Länder. Die Antragsstellung und die Konditionen wurden dabei an die zwischen Bund und Länder vereinbarten Rahmenbedingungen angepasst. Die Eckpunkte dazu finden sie hier

Das bedeutet, dass die Zuschüsse die durch die Bundesregierung vorgegeben sind von den Länder mindestens angeboten werden müssen. Jedoch sind in den meisten Länder die Zuschüsse höher und für mehr Zielgruppen, als durch den Bund definiert. 

Phase 3: Kombinierte Bundes- und Landeshilfe
Die Finanzmittel aus dem Soforthilfe-Programm des Bundes sind nun auch in den erweiterten Programmen der Bundesländer enthalten. Es ist also nicht nötig zwei verschiedene Anträge zu stellen.

Aber jedes Bundesland hat seine eigenen Regeln und sein eigenes Antragsverfahren. Auch die Kombination mit den Zuschüssen des Bundes ist uneinheitlich. Es kommt also darauf an in welchem Bundesland man seinen Hauptsitz bzw. seine Betriebsstätte hat, inwieweit man grundsätzlich unterstützt wird.

Nutzen Sie daher unseren lexoffice Antragsgenerator und gelangen Sie zu den Informationen und Anträgen, die für Sie relevant sind. 


Wonach bemisst sich die Höhe der Zuschüsse?

Die wichtigsten zwei Punkte vorab:  Erstens die Höhe der Zuschüsse sind keine Pauschale, sondern bemessen sich je nach Notsituation. Zweitens sollen sie kein Ausgleich für corona-bedingte Umsatzeinbußen sein, sondern existenziell bedrohten Betrieben helfen, Rechnungen zu bezahlen, Mieten zu überweisen und zu überleben. 

Grundsätzlich richten sich die Zuschüsse an Betriebe und Freiberufler die aufgrund der Corona-Krise in eine existenzbedrohliche wirtschaftliche Schieflage und in Liquiditätsengpässe geraten sind. Die Ursachen dafür, etwa in Form von Umsatzeinbußen oder Zahlungsausfälle etc., müssen in etwa beziffert und beschrieben werden. Die individuelle Höhe der Förderung entspricht dann der Summe dieser Zahlungsausfälle, begrenzt durch die maximale Förderhöhe. 

Die Zuschüsse sollen also aufgrund von akutem Geldmangel beantragt werden, wenn laufende Betriebskosten wie Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten u.ä. nicht mehr aufgebracht werden können und somit eine existenzbedrohlichen Wirtschaftslage entstanden ist. 

Tipp: Dabei gibt es für einige Zielgruppen wie Solo-Selbstständige oder Freiberufler auch monatliche Pauschalbeträge für die allgemeine private Lebenshaltung die Sie als Teil des Zuschusses beantragen können. Baden-Württemberg erkennt beispielsweise eine Pauschale für Lebenshaltungskosten, Miete und Krankenversicherung in Höhe von 1.180 Euro pro Monat an. Die Wirtschaftsminister der Länder sind bemüht eine einheitliche Lösung nach diesem Modell zu schaffen.


Wie aufwendig ist es die Zuschüsse zu beantragen?

Auf von uns für Sie verlinkten Seiten finden Sie neben den allgemeine Informationen auch die Voraussetzung und die genauen Bedingungen der Antragstellung von Zuschüssen der einzelnen Länder. 

In der Regel wir dort eine PDF-Datei angeboten, die online ausgefüllt werden soll, unterschrieben und zusammen mit weiteren Unterlagen entweder per E-Mail oder postalisch versendet werden soll oder direkt in ein Online-Portal hochgeladen werden soll. Die Dauer der Bearbeitung bis zur Auszahlung beträgt meist nur wenige Werktage.


Darf man mehrere Zuschüsse beantragen?

EIn bewilligter Zuschuss gilt für drei Monate. Wenn sich bei Ihnen herausstellt, dass sich andere Umstände ergeben haben die eine erneute/ergänzende Antragsstellung nötig machen, dann ist dies möglich. Allerdings darf die Summe der Zuschüsse innerhalb der drei Monate nicht über die angegebene Höchstgrenze hinausgehen.  


Was ist, wenn man mehr Zuschüsse erhält, als benötigt?

Eine sogenannte Überkompensation, also ein zuviel an Unterstützung, muss wieder anteilig zurückbezahlt werden. Ebenso verhält es sich bei ausbezahlte Hilfen aufgrund von Falschangaben. Hier ist zudem mit strafrechtlichen Folgen zu rechnen. 


Was muss dabei noch beachtet werden?

Die Ursache dieser Umstände müssen in den meisten Bundesländern nach dem 11. März 2020 entstanden sein. Hier wurde die Situation von der WHO zur Pandemie erklärt. Daneben bestehen weitere Regelungen die an die Gewährung geknüpft sind. Beispielsweise in Bezug auf das Unternehmensalter und die Eigenschaft als Haupt- oder Nebenerwerb. Vielfach ist die Gewährung auch an die Anzahl der angestellten Mitarbeiter geknüpft. Dabei sind die ländereigenenen Regelungen zu beachten. 

Grundsätzlich ist nicht die reine Zahl der Mitarbeiter entscheidend, sondern die Anzahl von sog. „Vollzeitäquivalenten“: Mehrere Teilzeitmitarbeiter ergeben ein Vollzeitäquivalent („Vollzeitstelle“). Neben den festangestellten sozialversicherungspflichtig Beschäftigten müssen auch geringfügig Beschäftigte (sog. 450 Euro Kräfte) sowie mitarbeitende Eigentümer und Teilhaber mit ihrer regulären Wochenarbeitszeit angerechnet werden. Dies ist im Antragsgenerator nocheinmal ausführlich beschrieben.

War diese Antwort hilfreich für Sie?