Das Abrechnungsjahr nähert sich dem Ende und Ihre Berufsgenossenschaft freut sich schon darauf, das Sie demnächst die sog. Lohnnachweise abgeben. Dieser Nachweis ist die Berechnungsgrundlage für Ihre Beiträge zur Unfallversicherung.

Falls Sie sich fragen, was so eine Berufsgenossenschaft ist und wofür man die überhaupt braucht, finden Sie ganz unten einen Absatz zur Erläuterung.

Vorarbeiten

Bevor der Lohnnachweis erstellt werden kann, müssen Sie in lexoffice ein paar Vorbereitungen treffen.

Möglicherweise ist Ihnen schon die Aufgabe “Berufsgenossenschaft erfassen” aufgefallen:

Suchen Sie zunächst die folgenden drei Angaben heraus:

  • Den Namen Ihrer Berufsgenossenschaft (VBG, BG Verkehr, BG ETEM usw.)
  • Ihre Mitgliedsnummer bei der Berufsgenossenschaft (manchmal auch Kundennummer genannt) Einige Berufsgenossenschaften haben verschiedene Unterrubriken.
    Die Mitteilung dieser Berufsgenossenschaften werden bei allen Unterrubriken über die Hauptstelle mitgeteilt.
    Diese haben aber unterschiedliche Formate bei den Mitgliedsnummern. Diese können beispielsweise in der Länge variieren.
  • Die dazugehörige fünfstellige PIN (PIN fehlt? Fordern Sie die PIN erneut an.)

Klicken Sie auf “Berufsgenossenschaft erfassen”, um die gesammelten Angaben einzutragen und schließen Sie den Vorgang mit dem Button "Speichern" ab.

Den Inhalt von “Gültig bis” ermittelt lexoffice automatisch. Sie müssen nichts eingeben.

Einrichtung abschließen

Ab jetzt übernimmt lexoffice.

Wir fordern die Gefahrtarife für Ihre Mitarbeiter:innen mit der Ersten durch Sie durchgeführten Entgeltabrechnung an.

Sie erhalten eine Mitteilung auf der Seite "Übersicht" wenn die Antwort der BG eingetroffen ist. Die Gefahrtarife müssen dann den einzelnen Mitarbeiter:innen zugeordnet werden. Wie ordne ich die Gehfahrtarife zu.

Mit den Gefahrtarifen wird das Unfallrisiko der einzelnen Tätigkeiten in Ihrem Unternehmen abgebildet.

Hinweis: Anhand dieser Zuordnung errechnet die Berufsgenossenschaft später die Höhe Ihrer individuellen Beiträge zur Unfallversicherung.

In den meisten Fällen meldet die Berufsgenossenschaft lediglich einen (1) Gefahrtarif zurück. Den ordnet lexoffice allen Mitarbeiter:innen automatisch und ohne weitere Rückfrage zu.

Falls Sie unterschiedlich “riskante” Tätigkeiten ausüben, erhalten Sie 2 oder in Einzelfällen auch mehr Gefahrtarife zurückgemeldet. In diesem Fall kann lexoffice keine automatische Zuordnung vornehmen und stellt Ihnen die Aufgabe “Gefahrtarif zuordnen” ein. Erledigen Sie die Aufgabe und ordnen Sie jedem Teammitglied den passende Gefahrtarif zu.

Lohnnachweis abgeben

Die Berufsgenossenschaft ermittelt anhand der Entgelte Ihrer Mitarbeiter:innen und den jeweils zugeordneten Gefahrtarifen Ihre Beiträge zur Unfallversicherung.

Die oben erwähnten Angaben schickt lexoffice automatisch mit der Lohnabrechnung für Dezember an die Berufsgenossenschaft. Sie können den Versand in den Dokumenten im Bereich “Dokumente für Sie als Arbeitgeber” nachvollziehen. Schauen Sie sich dazu bitte das Dokument “Beitragsabrechnung-UV” (so heißt der Lohnnachweis bei den Berufsgenossenschaften) an.

Achtung: Nur mit Angabe Ihrer Berufsgenossenschaft ist der Jahreswechsel möglich. Nutzen Sie daher die Gelegenheit und tragen Sie Ihre Berufsgenossenschaft jetzt ein.

Exkurs Berufsgenossenschaften

Es ist zunächst nicht überraschend, dass Berufsgenossenschaften von Unternehmer:innen aufgrund der hohen Beiträge oft kritisch gesehen werden. Man sollte jedoch nicht vergessen, das sie Sie vor Schadensersatzklagen bei Arbeitsunfällen bewahren. Das ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Die Berufsgenossenschaft kommt also immer dann ins Spiel, wenn eines Ihrer Teammitglieder einen Arbeitsunfall erleidet. Sie gleicht Unfall- und Krankheitsfolgen Ihrer Mitarbeiter:innen mit Geldzahlungen finanziell aus.

Finanziert werden die Berufsgenossenschaften ausschließlich durch Ihre Beiträge (und die der anderen Arbeitgeber:innen). Die zweite wichtige Aufgabe der Berufsgenossenschaften wird gern übersehen: die Unfallprävention. Dieser Aufgabe haben Sie die sogenannten Unfallverhütungsvorschriften zu verdanken (und natürlich die Überprüfung derer) 😉.

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