Um den Unternehmern durch die Corona-Krise zu helfen wurden von Seiten des Gesetzgebers viele Maßnahmen auf den Weg gebracht. Eine davon ist die Wiedereinführung der degressiven Abschreibung im Steuerrecht. Diese erfolgte rückwirkend und somit ist es erlaubt bestimmte Anlagegüter die in den Jahren 2020 und 2021 angeschafft wurden über Ihre volle Laufzeit degressiv abzuschreiben.

Was sind optimierbare Anlagen?

Wir haben für Sie diese Möglichkeit in lexoffice umgesetzt und wollen Sie bei der Ausübung dieses Wahlrechts größtmöglich unterstützen. Daher haben wir alle Ihre Anlagegüter überprüft und die grundsätzlich in Frage kommenden Anlagen für Sie zusammengestellt. Sie finden diese auf dem Dashboard unter "lexoffice hilft" oder im Bereich der ANLAGEN unter "Optimierbar". Die einmalige Entscheidung, ob und bei welchem Ihrer Anlagegüter ein rückwirkender Wechsel der Abschreibungsmethode stattfinden soll treffen Sie!

Um welche Anlagegüter geht es dabei?

Die Vorschläge zur Optimierung erhalten Sie für Anlagen die folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • bewegliches Wirtschaftsgut (in lexoffice alle außer Software und GWG)

  • Anschaffung in 2020 oder 2021

  • Nutzungsdauer mehr als vier Jahre

Wie werden Anlagen optimiert?

Wählen Sie in einem optimierbaren Anlagegut die gewünschte Abschreibungsart mittels des Drop-Down-Feldes. Auf der rechten Bildseite können Sie anhand der Abschreibungstabelle sehen wie sich die beiden Methoden in der Höhe der Jahresabschreibung unterscheiden. Die Auswahl die Sie treffen und durch das Speichern bestätigen ist einmalig.

Was ist der Vorteil?

Wenn ein Anlagegut degressiv abgeschrieben wird, so sind die Abschreibungsbeträge in den ersten Jahren höher als bei der linearen Abschreibung. Auf die gesamte Laufzeit betrachtet wird bei beiden Methoden insgesamt die gleiche Summe abgeschrieben. Der Vorteil der degressiven Methode besteht nun darin, dass Sie jetzt in der Anfangszeit der Nutzung eine deutlich höhere Minderung Ihres steuerlichen Gewinns erreichen können. Dadurch lässt sich die Steuerlast in diesem Zeitraum senken. Das wiederum bietet aus betriebswirtschaftlicher Sicht einen sogenannten "Zinsvorteil".

Worauf ist zu achten?

Wichtig ist zum einen, dass gleichartige Anlagegüter auch mit derselben Methode abgeschrieben werden. Gleichartig bezieht sich dabei auf die Art und die Funktion.

Haben Sie also beispielsweise zwei PKW so sind diese gleichartig und müssen mit der selben Methode abgeschrieben werden. Haben Sie hingegen zwei Anlagen der Kategorie "Technische Anlagen und Maschinen" so ist es durchaus möglich, dass diese unterschiedlicher Art sind und verschiedene Funktionen erfüllen.

Daneben ist es von Bedeutung, dass die Wahl der Abschreibung auf diejenige Methode fällt, die den tatsächlichen Wertverlust einer Anlage am geeignetsten widerspiegelt. Dabei eignen sich für die degressive Methode vor allem Anlagegüter die einer rasanten Entwicklung unterliegen und daher schnell technisch veraltet sind.

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