Spätestens mit der ersten Übermittlung der USt-VA an das Finanzamt müssen Sie sich entscheiden. Die Besteuerungsart hat immer nur Auswirkung auf die Umsatzsteuer - die Vorsteuer ist davon unberührt.

Bei der Istbesteuerung (Versteuerung nach vereinnahmten Entgelte) wird die Umsatzsteuer erst mit dem Zahlungseingang an das Finanzamt abgeführt.

Bei der Sollbesteuerung (Versteuerung nach vereinbarten Entgelten) wird die Umsatzsteuer bereits mit der Rechnungsstellung (Belegdatum) an das Finanzamt gemeldet.

Beispiel: Sie haben am 20.09. eine Rechnung über 119,00 EUR inkl. 19% Umsatzsteuer geschrieben. Bezahlt wurde die Rechnung am 8.10.

Bei der Istversteuerung zählt das Zahldatum in diesem Fall der 8.10. - somit wird die Umsatzsteuer mit dem Oktober bzw. dem 4. Quartal an das Finanzamt übermittelt. Anders bei der Sollversteuerung, dort wird die Umsatzsteuer bereits mit dem Belegdatum 20.09. d.h. mit der September USt-VA bzw. dem 3. Quartal fällig.

Welche Besteuerungsart trifft auf Ihre Firma zu?

Für die Unternehmensgründung haben Sie u.a. auch für das zuständige Finanzamt einen “Fragebogen zur steuerlichen Erfassung” ausgefüllt. Dort haben Sie neben den allgemeinen Angaben zur unternehmerischen Tätigkeit auch die Besteuerungsart bereits definiert.

Auszug aus dem “Fragebogen zur steuerlichen Erfassung”

Sollten Sie sich trotzdem nicht sicher sein, dann fragen Sie einfach bei Ihrem Finanzamt oder Steuerberater nach.


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