Sie sind mit hoher Wahrscheinlichkeit auf diese Seite gestoßen, weil lexoffice Sie aufgefordert hat, Vortragswerte einzugeben.

Vortragswerte?

Bevor wir kurz beschreiben, was es mit diesen Werten auf sich hat und wofür sie benötigt werden haben wir eine kleine Entwarnung:

  • Sie müssen Vorträge nicht in allen Fällen eingeben.
  • lexoffice kennt die Abrechnungsfälle, in denen Vortragswerte gebraucht werden automatisch und fordert sie bei Ihnen an.

So, jetzt zurück zur Eingangsfrage: Vortragswerte?

Als wäre die Berechnung von Sozialversicherungsbeiträgen und Lohnsteuer für das laufende Entgelt (Gehalt und Stundenlohn) nicht schon kompliziert genug, gelten für Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld, Prämie oder Bonus ebenso besondere Berechnungsregeln.

lexoffice muss hier eine Jahresbetrachtung vornehmen und dabei alle im bisherigen Kalenderjahr gewährten Entgelte der einzelnen Mitarbeiter einberechnen.

Wenn Sie mit Ihrer Firma im laufenden Jahr zu lexoffice gewechselt sind, klappt das natürlich nicht. Schließlich liegen alle Abrechnungen aus der Zeit vor lexoffice im ehemaligen Lohnprogramm bzw. beim Steuerberater.

Wann und wo werden diese Vortragswerte eingegeben?

Sie erhalten in der Abrechnung für jeden Mitarbeiter, bei dem lexoffice Vortragswerte für die Abrechnung braucht, einen Hinweis und einen Link zur Vortragswerterfassung.

Wie erfolgt die Eingabe für das laufende Jahr?

Es gibt zwei Möglichkeiten die Angaben zur Sozialversicherung aus dem Vorjahr anzugeben: entweder zusammengefasst (Standard und i.d.R. für alle gesetzlich pflichtversicherten Mitarbeiter ausreichend) oder detailliert (für freiwillig oder privat Krankenversicherte und andere Sonderfälle)

  • Zusammengefasste Eingabe

Sie finden die Angabe zum Sozialversicherungsbrutto (SV-Brutto) und den dazugehörigen SV-Tagen im Lohnkonto. Leider gibt es keinen einheitlichen Aufbau von Lohnkonten - da darf jeder Softwarehersteller frei entscheiden. Daher haben wir hier beispielhaft das Lohnkonto aus DATEV als Hilfestellung abgebildet:

Im grün markierten Bereich werden die Bruttowerte der vier SV-Zweige Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung und die jeweiligen Tage ausgewiesen. Wenn die Werte aller Sozialversicherungszweige übereinstimmen, genügt es, einen der Werte als Vortrag zu erfassen.

  • Detaillierte Eingabe

    In bestimmten Fällen weichen die Bruttowerte der SV-Zweige voneinander ab (zum Beispiel bei privat Krankenversicherten). Dann müssen Sie die einzelnen Bruttowerte und die dazugehörigen Tage einzeln eintragen. Setzen Sie dazu den Haken im Feld "Vorträge detailliert pro SV-Zweig eingeben" und übernehmen Sie die Angaben aus dem Lohnkonto.

Ich muss Werte für das Vorjahr eingeben?!

In ganz besonderen Sonderfällen müssen Sie neben den fehlenden SV-Werten aus dem laufenden Jahr noch die Vorjahreswerte eingeben.

Dieser seltene Fall tritt ein, wenn Ihre ersten Abrechnungsmonate mit lexoffice im Januar, Februar oder März des laufenden Jahres liegen und Sie Ihren Mitarbeitern Sonderzahlungen (z.B. Prämien oder Tantiemen) gewähren. Dann kommt leider die sog. Märzklausel ins Spiel und die braucht die Vorjahreswerte. Leider. 

Wie im Fall der fehlenden Vortragswerte für das laufenden Jahr, erhalten Sie auch hier einen Hinweis während der Abrechnung. Für jeden betroffenen Mitarbeiter gibt es dann einen Link zur Vortragswerterfassung.

Alle benötigten Angaben finden Sie im Lohnkonto ihres bisherigen Lohnprogramms, bzw. in den Unterlagen Ihres Steuerberaters. Damit Sie die korrekten Werte für die Vorträge finden, haben wir beispielhaft das Lohnkonto aus DATEV als Hilfestellung abgebildet:

Auch bei Vorträgen für das Vorjahre besteht die Möglichkeit der zusammengefassten oder einer detaillierten Eingabe. Bitte lesen Sie sich dazu die Hinweise zur Erfassung der Vorträge für das laufende Jahr weiter oben durch, um mehr zu erfahren.

    

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