Grundsätzlich wird beim Versand einer berichtigten USt-VA nicht nur die Differenz zur Originalmeldung gemeldet, sondern es werden immer die kompletten Beträge einschließlich den Änderungen erneut übertragen.

🕑 Nun ist der Zeitpunkt des Versandes interessant:

Die korrigierte Meldung wurde kurz nach der Originalmeldung versendet:

Wenn Sie die korrigierte Meldung relativ zeitnah nach der Originalmeldung versenden, wird das Finanzamt die Originalmeldung nicht einzeln einziehen und die Zahlung wird auf Grundlage der berichtigten Meldung erfolgen.

👉 In diesem Fall löschen Sie den erfassten Beleg aus der Originalmeldung und erfassen den Beleg mit dem Belegbild und dem Betrag der berichtigten UStVA.

Die Zahlung für die Originalmeldung hat bereits stattgefunden:

Sollte aber auf Grundlage der Originalmeldung bereits eine Zahlung passiert sein, ist diese Zahlung dem Beleg mit der Originalmeldung zuzuordnen. Nach Versand der berichtigten USt-VA können Sie nun erneut einen Beleg erstellen.

👉 Hierbei müssen Sie aber manuell eingreifen, da standardmäßig der Gesamtbetrag der Meldung zur Erfassung vorgeschlagen wird. Maßgebend ist hier, ob die Berichtigung eine Nachzahlung oder eine Erstattung ergibt:

💸 Bei einer Nachzahlung: Erzeugen Sie direkt nach dem Versand der berichtigten Meldung einen Beleg (als Ausgabe oder als Einnahmenminderung). Sie müssen dann nur noch den Betrag abändern und den Differenzbetrag zur Originalmeldung erfassen. Abschließend können Sie die dazugehörige Zahlung dem Beleg zuordnen.

💰 Bei einer Erstattung: Hier ist das Protokoll der Übertragung zunächst lokal auf dem Rechner zu speichern. Danach starten Sie die Belegerfassung und laden dieses Protokoll hoch. Erfassen Sie nun einen Beleg (als Einnahme oder als Ausgabenminderung), ebenfalls mit dem entsprechenden Differenzbetrag. Nun können Sie auch die Erstattung (Zahlung) dem Beleg zuordnen.

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