Trinkgelder sind in voller Höhe Ausgaben. Genau wie die Bewirtungskosten selbst, sind Trinkgeldzahlungen nur zu 70% abziehbar. Dazu müssen Sie als Unternehmer aber die Ausgabe nachweisen. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten:

Trinkgeld im Bewirtungsbeleg
Das gezahlte Trinkgeld wird auf der Rechnung gesondert ausgewiesen. Da man aber als Gast in der Regel erst nach der Rechnung verlangt und dann aufgrund des Betrages über die Höhe des Trinkgeldes entscheidet - ist diese Vorgehensweise eher unüblich.

Trinkgeld als Eigenbeleg
Die Trinkgeldnehmer scheuen sich in der Regel den Erhalt des Trinkgeldes zu quittieren - da die steuerliche Handhabung nicht bekannt ist (dabei ist doch das quittierte Trinkgeld steuerfrei). Als Notlösung muss der der Eigenbeleg mit folgenden Angaben hinhalten: Namen der Teilnehmer bzw. den Namen der Servicekraft.

Übrigens: Egal, ob das Trinkgeld quittiert oder unquittiert ist, es ist immer steuerfrei.

Trinkgeld richtig erfassen

Sie laden Geschäftspartner zu einem Essen ein. Die Rechnungsbetrag ist 419,80 EUR, sie bezahlen 450,00 EUR - das Trinkgeld über 30,20 EUR ist im Bewirtungsbeleg ausgewiesen.

Erfassen Sie den Bewirtungsbeleg in der Belegerfassung mit Typ Ausgabe wie folgt:

Das macht lexoffice:
lexoffice nimmt automatisch diese Buchungen für Sie vor (z.B. SKR04):

6640 Bewirtungskosten (70%) an
70100 Gasthaus zum Grünen Baum über 246,94 EUR

6640 Bewirtungskosten (70%) an
70100 Gasthaus zum Grünen Baum über 21,14 EUR

6644 Nicht abzugsfähige Bewirtungskosten (30%) an
70100 Gasthaus zum Grünen Baum über 114,89 EUR

1406 Abziehbare Vorsteuer 19% an
70100 Gasthaus zum Grünen Baum über 67,03 EUR




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