Seit Kurzem können Sie einen freien Arbeitgeberzuschuss zum Kurzarbeitergeld abrechnen. Dazu haben wir die Lohnart “Kurzarbeit Ausfallstunden” erweitert.

Sie finden diese in der Abrechnung im Schritt Löhne und Gehälter, wenn Sie die Ausfallstunden erfassen (siehe auch Kurzarbeitergeld monatlich abrechnen). Klicken Sie - nachdem Sie die Ausfallstunden erfasst haben auf "weitere Optionen":

KuG-Zuschüsse rückwirkend ab März 2020 steuerfrei!

Das Corona-Steuerhilfegesetz wird nach Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt im Lauf des Juni in Kraft treten. Darin wird geregelt, dass Arbeitgeberzuschüsse zum Kurzarbeitergeld nun auch steuerfrei sind (sozialversicherungsfrei waren sie schon bislang bei einer Aufstockung auf bis zu 80 % des letzten Bruttoverdienstes).

Richtig gut daran für Sie und vor Allem Ihre damit begüntigten Mitarbeiter: Das Ganze wird rückwirkend ab Beginn der Corona-Krise, also ab März 2020 gelten. Für bereits gezahlte Zuschüsse wird es also in den allermeisten Fällen zu einer Nachzahlung kommen.

Lexoffice wird den steueroptimierten Zuschuss voraussichtlich bis Ende Juni umsetzen. Für bereits abgerechnete Zuschüsse aus den Monaten März bis Mai werden dann zwingend Korrekturen erforderlich. Darum kümmern wir uns und geben Bescheid sobald diese verfügbar sind.

Umstellung als Netto-Zuschuss als Zugabe

In diesem Rahmen passen wir den KuG-Zuschuss an. Ihr vielfacher Wunsch war es, den Zuschuss netto-bezogen zu gestalten. Meist ist das entweder vertraglich so mit Mitarbeitern geregelt oder wurde im Rahmen der Corona-Krise individuell so vereinbart.

Und zugegeben: die Brutto-Aufstockung war doch ein ziemliches Überraschungspaket. Also er kommt ab Juli: Der Netto-Zuschuss zum KuG.

Bis Ende Juni interimsweise noch brutto-bezogener KuG-Zuschuss

Sie haben uns überwiegend zurückgemeldet, dass Sie mit dem Zuschuss zum Kurzarbeitergeld bei 100 % des letzten Nettos landen wollen. Bis wir das inklusive der Gesetzesänderung umgesetzt haben (voraussichtlich Ende Juni), können Sie den Brutto-Zuschuss nutzen.

Geben Sie hier einen Prozentsatz ein, mit dem Sie in der Abrechnungsvorschau in etwa auf den gewünschten Auszahlungsbetrag kommen. Da der Zuschuss ohnehin rückwirkend korrigiert werden muss (siehe oben, Gesetzesänderung).

Und so geht’s:

  1. Haken Sie die unterste Option “Der Arbeitgeber zahlt einen Zuschuss…” an, um die freie Eingabe des Zuschuss anzuzeigen.
  2. Geben Sie zunächst 70 % ein und speichern Sie die Eingabe.
  3. Wechseln Sie zum Schritt “Abrechnen” und klicken Sie dort auf “Abrechnung ansehen & prüfen”. Stimmt der Auszahlungsbetrag in etwa mit gewünschten überein?
  4. Ja: Fertig!
    Nein: Wiederholen Sie ggf. die Schritte 2 und 3.

EXKURS: KuG-Bezug erhöht meist nachträglich die Einkommensteuer

Häufig wird gefragt: Wie ist es möglich, dass die Aufstockung auf bis zu 80 % des Brutto-Ausfallentgelts dazu führen kann, dass Mitarbeiter in Monaten mit Kurzarbeit durch den Zuschuss mehr als das vorherige Netto bekommen (können). Hier der Hintergrund:

Kurzarbeitergeld unterliegt dem steuererhöhenden Progressionsvorbehalt (§ 32b Abs. 1 Nr. 1 Buchst. a bzw. Buchst. e EStG). Ihre Mitarbeiter müssen deshalb 2021 eine Einkommensteuererklärung abgeben. Das Kurzarbeitergeld wird dabei dem zu versteuernden Einkommen fiktiv zugerechnet und dafür der maßgebende Steuersatz berechnet.

Mit diesem Steuersatz wird die Einkommensteuer für das tatsächliche zu versteuernde Einkommen multipliziert. Es bleibt also bei der Steuerfreiheit für das Kurzarbeitergeld selbst, dafür gilt aber für das restliche Einkommen ein höherer Steuersatz. Dadurch kann es zu Steuernachzahlungen kommen.

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