Haben Sie seit dem 01.07.2021 Umsätze mit EU-Zielland-Steuer getätigt (Innergemeinschaflticher Fernverkauf oder Elektronische Dienstleistung)? Dann sind Sie dazu verpflichtet, diese quartalsweise im Rahmen des One-Stop Shops zu melden.

Für den Zeitraum des 3. Quartals besteht diese Meldepflicht bis zum 31. Oktober.


Wo und wie muss man die Steuer melden?

Die Meldung erfolgt entweder durch Sie selbst an das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) über deren Online-Plattform “BOP” oder durch Ihre steuerliche Vertretung. Eine direkt Anbindungen mittels einer (Software-)Schnittstelle ist von Amts wegen nicht vorhanden und auch in naher Zukunft nicht geplant. Aus diesem Grund müssen Sie die Meldung manuell vornehmen. Die genauen Vorgaben der Steueranmeldung finden sie hier. Allerdings werden Sie auch durch Hilfetexte im Eingabeformlar unterstützt. Für den Fall, dass Sie sich für das Verfahren registriert haben, aber nun doch keine Umsätze getätigt haben, müssen Sie dennoch eine Meldung abgeben (sog. "Nullmeldung") in der Sie genau dies mitteilen. Wenden Sie sich bitte im Zweifelsfall an das BZSt oder Ihren Steuerberater.

So hilft lexoffice!

Wir liefern Ihnen die zur manuellen Meldung notwendigen Zahlen:

  • Unter Einstellungen/Export finden Sie den Bereich "Umsätze und Umsatzsteuer an Privatpersonen im EU-Ausland (EU-Regelung)"

  • Hier können Sie sich für das betreffende Quartal eine Tabelle exportieren, in der die für die Meldung benötigten Daten enthalten sind.

    • Wichtig: Lesen Sie sich bitte die erscheinenden Hinweismeldungen gut durch und beachten Sie diese!

  • Die Exportdatei (.zip) enthält zwei CSV-Dateien, die Sie beide grundsätzlich für die Anmeldung Ihrer Steuererklärung nutzen können.

    • Vorerst ermöglicht das BZSt nur die manuelle Eingabe der Daten. Verwenden Sie daher die Datei „…_Umsatzreport.csv"

    • Die Datei „…_Import_BOP.csv“ kann ab 2022 mittels Importfunktion upgeloadet werden. Für die Meldung des 3. Quartals 2021 ist siedaher nicht verwendbar.

  • Die Inhalte der Tabelle "Umsatzreport.csv" orientieren sich an den notwendigen Eingaben die beim manuellen ausfüllen des Onlineformulars des BOP erforderlich sind.

    • Die Kategorie "Elektronische Dienstleistung in EU-Land steuerpflichtig" ist im Formular unter "Umsätze des Steuerpflichtigen - Dienstleistungen" einzutragen.

    • Die Kategorie "Fernverkauf in EU-Land steuerpflichtig" ist im Formular unter "Umsätze für vom Inland aus durchgeführte Warenlieferungen" einzutragen.

Was passiert nach der Steueranmeldung?

Nachdem Sie die EU-Zielland-Steuer gemeldet haben, müssen sie die erklärten Steuerbeträge ebenfalls rechtzeitig überweisen (bis zum Ende des Monats der auf das abgelaufenen Kalendervierteljahrs folgt). Ein Lastschrifteinzug ist nicht möglich.

Verwenden Sie in lexoffice beim Zahlungsabgleich die Kategorie "Umsatzsteuerzahlung für EU-Länder".


Tipp: Behalten Sie diesen Artikel im Blick,

um stets über die aktuellsten Änderungen informiert zu sein.

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