Private Versicherung wie Krankenkassenbeiträge sind Betriebsausgaben
Da hilft alles nichts, auch wenn früher Ihr Arbeitgeber für Sie die hälfte der Beträge übernommen hat, und Sie jetzt als Unternehmer die kompletten Beträge selbst bezahlen müssen.

Die Aufnahme und Tilgung eines Darlehens sind Betriebsausgaben
Nein, warum? Die Darlehensaufnahme also die Auszahlung ist keine Einnahme somit kann die Tilgung auch keine Ausgabe sein. Dafür sind aber die Zinsen Betriebsausgaben.

Die Versicherungssteuer ist eigentlich Vorsteuer
Leider nicht, auch wenn der Versicherungs-Steuersatz im Jahr 2018 zufällig bei 19 % liegt. Dafür ist aber der Brutto-Beitrag (inkl. der Vers.-Steuer) für eine betriebliche Versicherung eine Betriebsausgabe.

Bei EÜR ist die Vorsteuer erst dann eine Ausgabe, wenn die Rechnung bezahlt ist
Das sind Irrtümer im Doppelpack. Die Methode der Gewinnermittlungsart (EÜR) hat nichts mit der Besteuerungsart (Ist oder Soll) zu tun [1]. Egal ob Ist- oder Soll, hier geht es ausschließlich um den Zeitpunkt wann die Umsatzsteuer (und nur die) an das Finanzamt gemeldet werden muss [2].

Geldbußen, Ordnungs- und Verwarnungsgelder sind Ausgaben
Nein, derartige Sanktionen müssen aus der privaten Tasche bezahlt werden. 

Spenden sind Betriebsausgaben
Im allgemeinen gilt für Einzelunternehmen: Spenden sind keine Ausgabe und müssen aus der privaten Tasche bezahlt werden. Handelt es sich um eine Gesellschaft müssen Spenden als nicht abzugsfähige Betriebsausgaben ausgewiesen werden. Bei einer Kapitalgesellschaft handelt es sich um Betriebsausgaben - allerdings nur zu einem gewissen Gesamtbetrag.

Anschaffungen für Ihr Unternehmen sind automatisch Betriebsausgaben
Das ist nicht richtig. Sie haben z.B. einen neuen Computer gekauft. Der Kaufpreis darf im Jahr der Anschaffung nicht komplett als Ausgabe abgezogen werden. Die neue Anlage also der Computer verliert mit der Zeit durch die Nutzung an wirtschaftlichem Wert. Dieser Wertverlust wird in der Buchhaltung als Abschreibung dargestellt. Das ist dann die Ausgabe.

... weitere Irrtümer folgen...



War diese Antwort hilfreich für Sie?